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Fragen an Dr. Klaus Schierhackl

Was hat die ASFiNAG dazu bewogen, eine Mitarbeiterbefragung durchführen zu lassen?
Dr. Schierhackl: Die ASFiNAG schätzt die Mitarbeiter als wertvolles Potenzial und wesentlichen Faktor des Unternehmens. Es hatte bisher nur subjektive und momentbezogene Empfindungen gegeben, die den Eindruck vermittelten, es würde alles passen. Doch handelte es sich dabei wie gesagt eben nur um subjektive Aspekte. Durch die Mitarbeiterbefragung, die wir nun auch regelmäßig wiederholen,
erhalten wir gewissermaßen einen Spiegel der tatsächlichen Situation im Unternehmen, der uns erlaubt zu sehen, wo die Stärken liegen und wo es noch ein Verbesserungspotenzial gibt. Insbesondere finden wir hier auch eine Antwort auf die Frage „Wo kann man von den Guten lernen?“ und „Wo stehen wir jetzt wirklich?“. Man könnte das mit einer Erhebung des Anlagevermögens vergleichen. Statt der unterschiedlichsten Vermutungen konnten wir so zu einer gemeinsamen
Gewißheit kommen.

Hat es im Vorfeld dieser Entscheidung Vorbehalte gegen ein solches Projekt gegeben? Welche?
Dr. Schierhackl: Wenn es Vorbehalte gab, dann nur seitens der Belegschaftsvertreter, des Betriebsrats. Dabei handelte es sich insbesondere um Befürchtungen bezüglich des Respekts der Anonymität der Befragten. „Müssen Mitarbeiter Konsequenzen fürchten, wenn die Ergebnisse nicht so gut sind, wie erhofft? Was passiert, wenn die Wahrheit offengelegt wird und vielleicht nicht den Erwartungen entspricht?“ Seitens der Geschäftsleitung gab es keinerlei Vorbehalte gegenüber dem Projekt. Beim zweiten Mal waren dann Dank der Erfahrung mit der ersten Befragung sämtliche Zweifel ausgeräumt. Es wurde dann nur mehr auf die möglichst klare Fragestellung ein besonderes Augenmerk gelegt. Wenn man eindeutige Antworten erwartet, dann ist es nicht wünschenswert, dass Fragen unterschiedlich interpretiert werden können. An Hand der gestiegenen Rücklaufquote beim zweiten Mal sowie der viel höheren Anzahl der durch freie Kommentare deklarierten Mitarbeiter konnte man auch erkennen, dass die Akzeptanz stark gestiegen ist.
 
Mit welchen Erwartungen oder vielleicht auch Befürchtungen sind Sie in dieses Projekt gegangen?
Dr. Schierhackl: Ich erwartete mir größere Klarheit und Transparenz für das Unternehmen und diese Erwartung wurde vollkommen erfüllt. Ich kann nicht sagen, dass ich im Vorfeld irgendwelche Befürchtungen gehabt hätte. Wovor sollte man sich fürchten? Wenn man sich vor der Wahrheit fürchtet, dann hat man ja ein prinzipielles Problem. Insbesondere am Beginn eines Mandats, wie dies für uns als neue Vorstände der Fall war, ist ja eine Mitarbeiterbefragung äußerst sinnvoll. Irgendwelche Befürchtungen wären hier vollkommen fehl am Platz. Noch spannender wird aber
natürlich dann die zweite Befragung, durch die man dann auch die eigene Arbeit bewertet sieht. Abgesehen davon bin ich es als öffentliches Unternehmen der Allgemeinheit schuldig, Offenheit und Transparenz walten zu lassen.

Weshalb haben Sie sich für EUCUSA entschieden?
Dr. Schierhackl: Bei EUCUSA hat das Gesamtangebot überzeugt. Die Tatsache, dass EUCUSA hier wirklich der Experte ist, die profunde Erfahrung sowie die zahlreichen bedeutenden Referenzen gaben den Ausschlag. Bei unseren Vergabeverfahren gibt es sehr strenge Kriterien bezüglich Qualität und Preis, die in einem angemessenen Verhältnis stehen müssen. Darüber hinaus haben wir auch Erkundigungen bei
EUCUSA-Kunden eingeholt, die uns ebenfalls überzeugt haben. Es war keine Frage, dass hier das Verhältnis Preis-Leistung einfach sehr attraktiv war.

Sie haben die Mitarbeiterbefragung bereits zum zweiten Mal mit EUCUSA durchgeführt. Woran haben Sie erkannt, dass das Projekt für die ASFiNAG erfolgreich war?
Dr. Schierhackl: Erstens konnte man klar erkennen, dass die Bereitschaft zur Mitarbeit beim zweiten Mal deutlich gestiegen ist. Auch seitens der Mitarbeiter war eine echte Vorfreude auf die neuerliche Mitarbeiterbefragung zu spüren, die Rücklaufquote stieg spürbar an und nicht zuletzt die starke Verbesserung der Ergebnisse konnte als Indiz für eine erfolgreiche Arbeit zwischen den Befragungen gewertet werden. Es war uns wichtig, dass die Vergleichbarkeit der Umfrage gegeben war und wir somit sicher sein konnten, dass die Veränderungen aufgrund der gesetzten Maßnahmen und nicht
aufgrund einer anderen Fragestellung erreicht wurden.

Wie wurde die Befragung seitens der Mitarbeiter erlebt?
Dr. Schierhackl: Da die Bewertungen doch recht gut waren und die Anzahl der deklarierten Antworten gestiegen ist, kann man jedenfalls sagen, dass die Befragung positiv erlebt wurde.

Was hat die ASFiNAG aus der Mitarbeiterbefragung mit EUCUSA gelernt?
Dr. Schierhackl: Wir haben gelernt bzw. bestätigt bekommen, dass es ein sehr breites Spektrum an Stimmungen im Unternehmen gibt. Es gibt eine gewisse Streuung zwischen den besten Organisationseinheiten und jenen mit dem größten Potenzial. Dabei haben wir auch erkannt, wie man mit den betroffenen Führungskräften umzugehen hat, wie man von den Besten lernen kann und wie man jene, die noch schwächere Werte erzielt haben, nach vorne bringen kann. Wir haben in diesem
Zusammenhang ein Folgeprojekt aufgesetzt, durch das wir die Potenziale bestmöglich nutzen und vorhandene Fehler und Schwächen beseitigen möchten. Der Reiz besteht dabei auch darin, dass nicht nur die Schwächeren von den Besten lernen, sondern auch die Besseren durch ihren Erfolg noch mehr motiviert werden. Interessant ist dabei auch, dass manche Führungskräfte, die von ihren Vorgesetzten zufriedenstellend eingeschätzt wurden, von den Mitarbeitern wesentlich kritischer beurteilt wurden.
 
Was hat Sie bei diesem Projekt überrascht, bzw. was hätten Sie sich vor dessen Beginn so nicht vorstellen können?
Dr. Schierhackl: beeindruckt haben mich die klaren Aussagen und Tendenzen. Es gibt kaum eine Einheit im Unternehmen, bei der die Ergebnisse stark schwanken, stets kann man eine Linie erkennen. Ich hätte nicht gedacht, dass dies so klar zum Ausdruck kommen würde. Starke „Ausreißer“ waren sehr selten.

Welches waren bzw. sind die wichtigsten Maßnahmen, die sich als Konsequenz der Resultate der Mitarbeiterbefragung ergeben haben?
Dr. Schierhackl: Die Mitarbeiterbefragung gab uns die Möglichkeit, den Mitarbeitern mitzuteilen, dass die Führungskräfte ein sehr positives Feedback erhalten haben. Das beginnt ja schon beim Vorstand, wenn ich dem Aufsichtsrat berichten kann, dass die Situation erfreulich ist. Dadurch zieht sich eine positive Energie durch das ganze Unternehmen.

Können Sie sagen, dass die Investition in eine Mitarbeiterbefragung gut angelegtes Geld ist?
Dr. Schierhackl: Auf jeden Fall. Wenn eine Mitarbeiterbefragung nicht mehr brächte, als was sie kostet, würden wir sie ja nicht ein weiteres Mal durchführen.

Was ist besonders gut gelaufen? Wo gab es Schwierigkeiten?
Dr. Schierhackl: Besonders gut gelaufen ist die Zusammenstellung des Fragebogens, die Präsentation durch Herrn Preyer am Schluß – das waren zweifellos die Highlights. Eine kleine Panne gab es bei einer Auswertung, die aber von EUCUSA zu aller Zufriedenheit korrigiert werden konnte.

Würden Sie EUCUSA an führende europäische Unternehmen bzw. Organisationen weiterempfehlen? – Weshalb?
Dr. Schierhackl: Auf jeden Fall. Man merkt, dass EUCUSA absoluter Spezialist auf diesem Gebiet ist, man fühlt sich gut beraten und gut aufgehoben. Das Gesamtpaket passt. Ich stehe für Auskünfte über unsere Erfahrungen mit EUCUSA auch sehr gerne zur Verfügung.


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