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Fragen an Karin Moser

Was hat Berndorf Band dazu bewogen, eine Mitarbeiterbefragung durchführen zu lassen?
Karin Moser: Einer unserer Strategie-Cluster ist den Mitarbeitern gewidmet: wir wollen uns zu einem der besten Arbeitgeber in Österreich entwickeln. Um zu sehen, wo wir stehen und wie wir uns über die Jahre entwickelt haben, haben wir uns entschlossen, dies an Hand einer Mitarbeiterbefragung zu messen.

Welches sind Ihrer Meinung nach die Kriterien, wonach sich so ein „bester Arbeitgeber“ bestimmen lässt?
Karin Moser: Für uns ist es sehr wichtig, dass sich die Mitarbeiter im Unternehmen, auf ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen. Dazu gehören verschiedene Aspekte, die im EUCUSA-Fragebogen sehr schön dargestellt werden, zum Beispiel die Themen Führung, Zielvereinbarungen, Zusammenarbeit und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. All diese Themen haben eine große Bedeutung für die subjektive Mitarbeiterzufriedenheit.

Hat es bei den Führungskräften bzw. den Entscheidungsträgern Vorbehalte gegen ein solches Projekt gegeben? Wenn ja, welche?
Karin Moser: Nein. Das Projekt ist ja sogar seitens der Geschäftsführung initiiert worden. Die hohe Wertschätzung für Human Capital ist in unserer Unternehmenskultur verankert und wurde durch die Befragung noch untermauert. Es gab auch keinerlei Ängste vor der Bewertung der Führungskräfte durch die Mitarbeiter. Im Gegenteil, diese wird als Chance zur eigenen Weiterentwicklung gesehen und als Möglichkeit, Selbstbild und Fremdbild zu vergleichen.

Wie wurde die Befragung seitens der Mitarbeiter erlebt?
Karin Moser: Bei der erstmaligen Durchführung gab es schon eine gewisse Skepsis, da man das Instrument noch nicht kannte und Effizienz und Anonymität in Frage stellte. Durch entsprechende Erklärungen und Informationsmaßnahmen konnte aber auch hier sehr schnell Zustimmung erreicht werden. Ich erinnere mich, dass ich anfangs zu jedem Einzelnen hingegangen bin, um ihm den Fragebogen zu überreichen und die Vorgangsweise zu erklären. Dabei gab es natürlich die Möglichkeit, Fragen zu stellen, sodass etwaige Ängste sehr schnell überwunden werden konnten. Diese Überzeugungsarbeit ist mir wohl ganz gut gelungen, da wir schließlich auf eine Rücklaufquote von über 83% kamen – eine eindrucksvolle Bestätigung dafür, dass die Befragung positiv erlebt wurde.
 
Mit welchen Erwartungen oder vielleicht auch Befürchtungen sind Sie in dieses Projekt gegangen?
Karin Moser: Befürchtungen hatte ich keine, weil ich als Personalistin schon ein gutes Gespür für die Stimmung im Unternehmen habe und das Instrument als solches ja schon kannte und schätzte. Mit dem sehr hohen Wert der Gesamtzufriedenheit (2,0) erhielten wir auch eine Bestätigung für das gute Klima im Unternehmen. Alle Mitarbeiter würden sich auch gerne wieder in unserem Unternehmen bewerben, was natürlich ein wichtiger Indikator für hohe Zufriedenheit ist.

Weshalb haben Sie sich für EUCUSA entschieden?
Karin Moser: Wir haben uns einige Anbieter angesehen und verglichen und was uns schließlich überzeugte, war der fundierte Forschungshintergrund, die jahrelange Erfahrung im Bereich der Arbeitszufriedenheit, das Projektmanagement und natürlich auch die Tatsache, dass wir den Fragebogen selber, gemeinsam mit EUCUSA, gestalten konnten. Der Fragebogen ist maßgeschneidert und berücksichtigt auch das unternehmenseigene Wording. Vom Arbeiter bis zum Akademiker waren alle Mitarbeiter in die Gestaltung des Fragebogens eingebunden. Mit entscheidend war für mich auch die Abfrage nach der Wichtigkeit der Aspekte, denn so können wir sehr klar und rasch erkennen, wo der Hebel gegebenenfalls anzusetzen ist. Schließlich, last but not least, hat auch die Chemie gestimmt. Man muss ja mit dem Partner in einer sehr vertrauensvollen Weise zusammenarbeiten können. Wir spürten sofort eine echte Wertschätzung und wussten, dass wir miteinander gut umgehen können.

Woran haben Sie erkannt, dass das Projekt für Berndorf Band erfolgreich war?
Karin Moser: Sowohl die hohe Rücklaufquote – bei den Arbeitern und bei den Angestellten – als auch die Gesamtzufriedenheit waren eindeutige Indikatoren dafür, genauso wie die intensive Mitarbeit der Führungskräfte und der Mitarbeiter in den Maßnahmenworkshops, in denen es sehr rasch zur Umsetzung einzelner Maßnahmen kam.

Was hat Berndorf Band aus der Mitarbeiterbefragung mit EUCUSA gelernt?
Karin Moser: Ein Lerneffekt für Berndorf Band war sicherlich, dass eine Mitarbeiterbefragung ein gutes Instrument ist, um in die Mannschaft hineinzuhören und Themen zu identifizieren, bei denen Handlungsbedarf besteht.

Können Sie sagen, dass die Investition in eine Mitarbeiterbefragung gut angelegtes Geld ist?
Karin Moser: Absolut. Ich denke, dass das, was Mitarbeiter einbringen, ein besonders wichtiges Kapital für ein Unternehmen ist. Je besser es ihnen geht, desto größer ist die Chance für das Unternehmen, sich weiter zu entwickeln und erfolgreich zu bleiben. Eine Mitarbeiterbefragung bringt einen eindeutigen Mehrwert, auch wenn dieser nicht in absoluten Zahlen messbar ist. Man bekommt als Unternehmen Verbesserungspotenziale aufgezeigt, an denen man laufend arbeiten kann.

Wie wichtig ist es, dass die Unternehmensleitung explizit hinter einem solchen Projekt steht?
Karin Moser: Damit ein solches Projekt gelingen kann, ist das unverzichtbar. Wir hatten das Glück, einen Geschäftsführer zu haben, der das Projekt selber initiiert und natürlich auch gemeinsam mit dem Management mitgetragen hat. Wenn das nicht von vornherein klar ist, dann ist eine Befragung verlorene Liebesmüh. Eine Mitarbeiterbefragung gegen einen Teil des Unternehmens durchführen zu wollen halte ich für unsinnig.

Hat die Mitarbeiterbefragung bei Ihnen auch dazu gedient, nicht nur etwas zu erfragen, sondern auch etwas mitzuteilen, Bewußtsein zu schaffen?
Karin Moser: Der Fragebogen für die Mitarbeiterbefragung soll natürlich ein lebendiges Instrument sein und aktuelle Themen einbinden. Ein Aspekt, den wir bei der nächsten Befragung neu aufnehmen werden, ist das Wertethema. Die Berndorf Band-Werte wurden erstmalig niedergeschrieben, an die Mitarbeiter kommuniziert und ins tägliche Handeln integriert. Bei der nächsten Befragung wollen wir überprüfen, ob diese Werte auch von den Mitarbeitern als gelebt wahrgenommen werden.

Was ist besonders gut gelaufen? Wo gab es Schwierigkeiten?
Karin Moser: Sehr gut gelaufen ist vor allem das Projektmanagement, von der Gestaltung der Fragebögen bis zur Ablaufbegleitung. Mir hat auch besonders gut gefallen, wie rasch es von der Entwicklung des Fragebogens bis zum Ausfüllen, der Auswertung und der Präsentation an das Management gegangen ist. Wir hatten insbesondere in Peter Aichberger eine besonders tolle Unterstützung. Es ist sehr wichtig, die Mitarbeiter zeitnahe zu informieren um anschließend an aktuellen Themen zu arbeiten. Wir waren beim Projektmanagement vollkommen entlastet und konnten uns ganz auf EUCUSA verlassen.

Wann findet die nächste Befragung statt?
Karin Moser: Im ersten Halbjahr 2011.

Würden Sie EUCUSA an führende europäische Unternehmen bzw. Organisationen weiterempfehlen? – Weshalb?
Karin Moser: Ich kann EUCUSA nur empfehlen, weil ich selbst ausgezeichnete Erfahrungen gemacht habe. EUCUSA bietet über die Jahre gleichbleibende Qualität in der Beratung und Umsetzung. Für unser Unternehmen hat sich die Befragung als sehr hilfreich erwiesen, weil sich der EUCUSA-Index zwischen den beiden Befragungen spürbar verbessert hat. Wir kamen von 2,7 auf 2,4, was eine wirklich signifikante Verbesserung darstellt.

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